Sie sind hier:   Home arrow Die Tänze

Newsflash






Passwort vergessen?
Noch kein Benutzerkonto?
Hier erstellen

Partner


Dance4Fans

ADTV

DanceProfessionals

SportInDorsten


Übersicht der Lateintänze Drucken
Geschrieben von superadmin   
Sonntag, 23 Oktober 2005

Samba

Samba ist ein Gesellschafts- und Turniertanz im 2/4-Takt. Er wird normalerweise in einem Tempo von 50 bis 53 bpm (beats per minute - Schläge pro Minute) getanzt, kann jedoch von 46 bis 68 bpm variieren. Samba gehört zu den Lateinamerikanischen Tänzen. Der typische Schrittrhythmus ist (1__e2___), was bedeutet: 1 entspricht 3/4 des 1.Taktteils, das 'e' dann dem letzten 1/4 des 1.Taktteils, 2 bedeutet den ganzen 2.Taktteil. Jedoch gibt es weitere Rhythmen; so erfolgt bei gebounceten Figuren der Bounce grundsätzlich gleichmäßig im Rhythmus (1 + 2 +), die Füße gehorchen jedoch oftmals einem anderen Rhythmus.

Original-Samba-Musik ist schnell und anfeuernd, und wird von Percussion-Instrumenten getragen. Typisch für die Samba sind der Hüftschwung und das Bouncen.

Geschichte

Ursprünglich ist Samba ein Sammelname für viele Tanzformen, die im 19. Jahrhundert von afrikanischen Sklaven aus dem Kongo, dem Sudan und Angola in ihre neue Heimat Brasilien gebracht wurden. Der Samba de Roda, ein Kreistanz, wird als Ausgangstanz für den modernen Samba bezeichnet.

Die Samba-Musik wird von der kultischen Musik Alt-Afrikas abgeleitet. Ursprünglich ist der Samba ein 2/2-Takt (alla breve). Tanzkapellen spielen ihn aber heutzutage bevorzugt im 2/4-Takt - und meistens viel zu schnell zum Tanzen.

Als afrikanisch-portugiesische Mischform kam um 1910 die Maxixe, ein enger Paartanz, aus Brasilien nach Europa, der sich jedoch nur schwer durchsetzte. Unter dem Namen Samba tauchte dieser brasilianische Tanz in Turnierprogrammen 1924 und 1925 wieder auf, ohne großen Durchbruch. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte Samba zum festen Bestandteil einer jeden Tanzkapelle. Um 1948/49 erreichte er in einer sehr vereinfachten Form eine große Popularität. Die Tanzschulen nahmen Samba mit Erfolg in ihr Programm auf. 1959 wurde Samba in das Turnierprogramm der Lateinamerikanischen Tänze aufgenommen.

Figurenkatalog

Typische Grundfiguren der Samba:

  • Rechts-, Links- und Seitgrundschritt (Natural, Reverse, Side Basic Movement)
  • Wischer nach rechts und links (Whisks to Right and Left)
  • Promenaden-Sambaschritte (Promenade Samba Walks)
  • Seitsambaschritt (Side Samba Walk)
  • Sambaschritte am Platz (Stationary Samba Walks), auch als Argentine Kicks
  • (Continuous) Spot Voltas to Right and Left
  • (Continuous) Under Arm Voltas to Right and Left
  • Promenade Bota Fogos
  • Shadow Bota Fogos
  • Travelling Voltas to Right and Left(Criss-Cross)
  • Promenade Runs



Cha Cha Cha

Cha Cha Cha, manchmal auch Cha Cha oder Chachachá genannt, ist ein Gesellschafts- und Turniertanz, der paarweise getanzt wird. Man unterscheidet zwei Arten des Cha Cha Cha, die kubanische Variante und die Variante des Tanzsports, die sich in Technik und Figurenrepertoire unterscheiden.

Entstehung

Der Cha Cha Cha wurde in den 1950er Jahren von dem Kubaner Enrique Jorrín aus Danzón und Mambo entwickelt. Jorrín verwendete die Silben "Chachachá" in einigen Danzóns zur Betonung der Synkope zwischen den Taktteilen 4 und 1 (Zählweise: "vier-und-eins"). Auf diesen Taktteilen liegt auch die Hauptbetonung der Schritte im Cha Cha Cha. Anstatt des einen Seitschrittes im Mambo werden hier drei Schritte getanzt. So ist die typische Zählweise 2-3-Cha-Cha-Cha-2-3- usw., wobei auf "Cha-Cha-Cha" (4-und-1) der Wechselschritt (auch: Chassé) getanzt wird. Bald war der Cha-Cha-cha Modetanz Nr. 1 in Nordamerika. 1957 hielt er Einzug auf einem Kongreß des Allgemeinen Deutschen Tanzlehrerverbandes, und gehört seit 1961 zu den Lateinamerikanischen Tänzen des Welttanzprogramms.

Rhythmus und Musik

Der Cha Cha Cha basiert auf dem Viervierteltakt. Er wird normalerweise bei 32 Takten pro Minute getanzt, kann aber von 30 bis 34 Takte die Minute variieren. Als Musik kommt die klassische lateinamerikanische Musik, moderne Popmusik - die nicht unbedingt lateinamerikanisch orientiert sein muss - sowie die Latin Rock Richtung der Rockmusik in Frage.

Technik und Figuren

Turniertanz

Die Technik dieser Variante entspricht dem allgemeinen Bild der Lateinamerikanischen Tänze. Grundsätzlich werden alle Schritte auf dem Ballen angesetzt, dann wird die Ferse abgesenkt. So entsteht ähnlich wie in der Rumba eine seitwärts-rollende Hüftbewegung. Es gibt einige "Tafelwerke für lat. am. Tanze", welche die Standardisierung der Figuren begründet. (Wichtiger Vertreter : Walter Laird (Engl.))

Die Figuren werden relativ raumgreifend und effektvoll getanzt, typische Tanzfiguren sind:

  • Grundschritt (Basic Movement)
  • Damensolo nach links oder rechts
  • Promenade (New York)
  • (Shoulder to Shoulder)
  • Wischer (Hand to Hand)
  • Platzdrehung (Spot Turn)
  • Fächer (Fan)
  • Rechtsdrehung (Alemana)
(Fallaway)
  • Drei Cha Cha Chas (Große Promenade) (Three Cha Cha Chas)
  • Schnelle Rechtskreiseldrehung (Natural Twist Turn)
  • Kubanische Zeitverschiebung (Cuban Breaks)
  • Linksdrehung (Hockey Stick)
  • Offene Hüftdrehung (Open Hip Twist)
  • ? (Sweetheart)
  • Türkisches Handtuch (Turkish Towel)
  • Cross Body Lead (Schwupp-Schwupp)
  • Flirtarm
  • Venn

Kubanische Variante

Technik und Figurenrepertoire dieser Variante orientieren sich stark an der modernen Salsa. Die Schritte werden nicht auf den Ballen sondern auf dem ganzen Fuß gesetzt, beim Wechselschritt verlassen die Füße nicht den Boden sondern "schleifen" darüber. Der Grundschritt ist darüber hinaus mehr vor- und rückwärts als seitwärts orientiert. Die Figuren werden weniger ausladend und effektvoll getanzt als in der Turniervariante.




Rumba

Rumba ist:

  • die Sammelbezeichnung für eine Vielzahl historischer und gegenwärtiger Lied- und Tanzformen auf Kuba von großer rhythmischer, melodischer, formaler und choreographischer Variationsbreite.
  • ein Lateinamerikanischer Gesellschafts- und Turniertanz im 4/4-Takt mit üblicher Weise 28 Takten pro Minute.

Die Rumba entwickelte sich aus dem Fandango-Tanz, der aus Spanien nach Kuba kam. Als Modetanz kam die Rumba erstmals 1914 in New York auf. Rhythmisch vereinfacht gelangte sie 1931 auch nach Europa. In Deutschland wurde sie von den Nazis schließlich als entartet verboten.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Rumba wieder entdeckt, allerdings in zwei vollkommen unterschiedlichen Variationen. Zum einen die amerikanisch beeinflusste Square- oder Carrée-Rumba, zum anderen die vom in England lebenden Franzosen Pierre Lavelle propagierte Rumba im kubanischen Stil. Dies führte Anfang der 70er Jahre zu heftigen Auseinandersetzungen (die so genannten Rumba-Kriege), welche Variante jetzt richtig sei. Man einigte sich schließlich darauf, beide Varianten zuzulassen. Im internationalen Tanzsport hat sich mittlerweile der kubanische Stil durchgesetzt. Die Square-Rumba wird in Europa kaum noch unterrichtet, in den USA ist sie jedoch noch weit verbreitet.

Charakteristika des Tanzes

Bei der Rumba sind für den Einzelnen die kreisenden Hüftbewegungen sehr wichtig, als Paar das Zusammenspiel. Bei der Rumba verschmilzt das Paar auf dem Parkett durch die Musik zu einer Einheit. Die Dame spielt den "arroganten", dominanten Part, sie lässt den Herren mal in ihre Nähe und lässt ihn daraufhin sofort wieder abblitzen. Der Herr holt die Dame mal an sich heran, als wolle er sie auf der Stelle verführen, stößt sie danach aber unter sichtbaren Schmerzen von sich. Die Vorstellung einer "getanzten Liebeserklärung" verdeutlicht die unterdrückte Leidenschaft, die dieser Tanz ausstrahlen soll, wesentlich besser als die häufig genutzte Bezeichnung als "Liebestanz". Die Betrachtung des ganzen umfasst natürlich nicht nur die Füße, auch Hand/Armhaltung, Körpersprache und Mimik sind wichtig.

Figurenkatalog

Typische Tanzfiguren der Rumba mit Fachbezeichnung:

  • Grundschritt (Basic Movement)
  • Damensolo
  • Cucaracha
  • Promenade (New York)
  • Wischer (Hand to Hand)
  • Aida (Fallaway)
  • Platzdrehung (Spot Turn)
  • Fächer (Fan)
  • Rechtsdrehung (Alemana)
  • Linksdrehung (Hockey Stick)
  • Offene Hüftdrehung (Open Hip Twist)
  • Lasso



Paso Doble

Paso Doble (span. "Doppelschritt") ist vom der Stil eigentlich ein spanischer Tanz. Er wurde aber in Frankreich entwickelt und basiert auf deutschen Militärmärschen, welche von Karl V(1500 - 1558) in Spanien eingeführt worden sind. Er wird den lateinamerikanischen Tänzen zugerechnet. Man versteht darunter die tänzerische Interpretation des Stierkampfes, wobei die Dame die Capa, einen violett - gelben Umhang, verkörpert. Seit 1945 ist er Turniertanz.

Der Paso Doble wurde lange Zeit im 6/8-Takt getanzt. Im Welttanzprogramm und als Turniertanz setzte er sich jedoch im 2/4-Takt durch. Mittlerweile wird der Paso Doble von vielen Tanzschulen nicht mehr unterrichtet. Im Tanzsport wird er ab der B-Klasse getanzt und bildet zusammen mit Rumba, Samba, Cha Cha Cha und Jive die Lateinamerikanischen Tänze.

Im Gegensatz zu den anderen Tänzen wird im Paso Doble nur nach Choreografien getanzt. Einzelne Figuren sind im Paso Doble normalerweise unüblich, wobei einige Tanzschulen auch einzelne Paso Doble Figuren unterrichten.

Normalerweise basiert Paso Doble auf sogenannten Achterschritten. Also eine Abfolge dauert immer mindestens 8 Taktschläge(oder 16,24 usw.). Normalerweise fängt eine Abfolge mit einem sog. Apell an. Dabei nimmt das Paar den rechten(für den Herrn) bzw. den linken(für die Dame) Fuß hoch, um ihn schnell wieder auf dem Boden abzusetzen. Der Fuß wird normalerweise mit dem Ballen aufgesetzt, wobei es vermieden werden sollte ein Geräusch zu erzeugen. In vielen Tanzschulen wird es aber genau anders unterrichtet. Da wird der Fuß mit der Ferse aufgesetzt, was einen lauten Knall gibt. Mittlerweile setzt sich dieser Stil teilweise sogar im Vereinstanzen durch.

Eine bedeutende Rolle spielt der Pasodoble beim Stierkampf. Der erste bekannte Pasodoble aus dem Stierkampf stammt aus dem Jahe 1864 und hieß "Pan y Toros", aus dem später eine bekannte Zarzuela wurde. Diese Musik ertönt bei folgenden Gelegenheiten: 1) Beim Einmarsch der "toreros". 2) Wenn der "matador" (Der Hauptstierkämpfer) die "banderillas" (Bunt verzierte Holzstäbe mit Widerhaken) im zweiten Drittel selber platziert. 3) Wenn die "faena" (Die Arbeit der "matadores")im letzten Drittel das Publikum begeistert. Diese Musik soll den "matador" animieren. Außer in Madrid. 4) Wenn der "matador" eine Ehrenrunde in dem Rund der Stierkampfarena abgeht. 5) Wenn die Veranstaltung zu Ende ist.



Jive

Jive ist ein Gesellschafts- und Turniertanz im 4/4-Takt. Er wird normalerweise bei 44 Takten pro Minute getanzt. Jive gehört zu den Lateinamerikanischen Tänzen.

Jive ist heute die international anerkannte Bezeichnung für einen Tanz, der vielfältige verwandte Vorläufer afroamerikanischen Ursprungs hat. Dazu gehören zu Beginn der 1930er Jahre Lindy Hop, Blues und Swing, in den 1940ern der Boogie-Woogie, Jitterbug, gefolgt in den 1950ern vom Rock ’n’ Roll (Tanz). Charakteristisch für alle diese Tanzformen war und ist heute noch die stimulierende Musik, die aufgrund ihrer rhythmischen Akzentuierung Jung und Alt in ihren Bann zog und zieht.

Amerikanische Soldaten brachten die in den USA beheimateten Tänze um 1940 nach Europa, wo sie bei der Jugend schnell sehr beliebt wurden. Der Boogie wurde nach dem Krieg zur dominierenden Musik. Als "artfremder, ordinärer" Tanz fand er aber nicht nur Freunde. Tanzpapst Alex Moore äußerte sich, dass er nie zuvor etwas "Gräßlicheres" gesehen hatte.

Englische Tanzlehrer entwickelten, mit etwas langsamerer Musik, den eleganten und doch lebendigen Jive. 1968 wurde er als fünfter Turniertanz zu den Lateinamerikanischen Tänzen aufgenommen, seit 1976 gehört der Jive zum Welttanzprogramm.

In England erfreut sich ein anderer Jive großer Beliebtheit. Anstelle der üblichen 6 Beats wird der Modern Jive wie der Lindy Hop auf 8 Beats getanzt und bietet viele schnelle und komplexe Figuren, die man sonst nur im Discofox kennt.

Figurenkatalog

Typische Tanzfiguren des Jive:

  • Grundschritt (Basic Movement)
  • Damensolo
  • Flirt (Left Shoulder Shove (Hip Bump))
  • Bremsen und Gehen (Stop and Go)
  • Spitze-Hacke-Drehung (Toe-Heel-Swivel)
  • Platzwechsel (Change of Place)
  • Hand- und Platzwechsel (Change of Hands Behind Back)
  • Kette (Link)
  • Peitsche (Whip)
  • Amerikanische Drehung (American Spin)
  • Sliding Doors
  • Chicken Walk
  • Spanisch Arms
  • Shoulder Spin



 
(C) 2010 MH-Dialog & die21